Qualitätskontrolle in der Liquordiagnostik   



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Seit 2001 (1) gibt es erstmals eine Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen in der Liquoranalytik. Die zulässigen Abweichungen der Einzelwerte wurden 2003 modifiziert (2).
Damit sind für einige Parameter die zulässigen Abweichungen in der externen Qualitätskontrolle für die Absolutwerte bestimmt worden (Tab. 1).
Die Charakterisierung von Absolutwerten wird jedoch den Besonderheiten der Liquoranalytik nicht gerecht. Deshalb sind im folgenden die Empfehlungen der DGLN berücksichtigenswert und als mögliche zukünftige Verbesserung von Rilibäk verstehbar.

Literatur:

  1. BÄK. Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriums-medizinischer Untersuchungen. Dtsch Ärztebl 2001;98:2747-2759.
  2. BÄK. Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriums-medizinischer Untersuchungen. Dtsch Ärztebl 2003;100:A3335-A3338.

 
 
 
 
Tabelle 1: Messgrößen im Liquor (CSF) und deren maximal zulässige, relative Messabweichung
 
 
Nr. Analyt Zielwert Max. Unpräzision Max. Unrichtigkeit Max. Abweichung des Einzelwertes
1 Albumin *) SW 8 % 11% 27 %
2 (Gesamt-)Protein *) SW 8 % 11% 27 %
3 Glucose*) RMW 5 % 8 % 18 %
4 Immunglobulin A *) SW 10 % 12 % 32 %
5 Immunglobulin G *) SW 7 % 10 % 24 %
6 Immunglobulin M *) SW 9 % 13 % 31%
7 Lactat *) SW 7 % 9 % 23 %
8 QAlbumin **) SW 10 % 10 % 30 %
9 QIgA **) SW 10 % 10 % 30 %
10 QIgG **) SW 10 % 10 % 30 %
11 QIgM **) SW 10 % 10 % 30 %


*) Werte nach RiLiBÄK [2].
**) Evidenz-basierte Werte aus den Ringversuchen INSTAND, e.V.

 

Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.