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Hirneigene Proteine für die Früh- und Differentialdiagnostik
dementieller Erkrankungen
Wiltfang J*, Otto M**, Bibl M*, Esselmann H*, Wessäly M*, Lewczuk
P**, Klafki HW***,
Pfeil A*, Rüther E*, Reiber H*, Kornhuber J*
Psychiatrische* und Neurologische Klinik** , Georg-August-Universität
Göttingen; ZNS-Forschung***, Schering AG, Berlin
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Lösliche Aß-Peptide (Aß1-40/42/43) werden konstitutiv von Zellen sezerniert,
die das Amyloidvorläuferprotein (APP) exprimieren. Carboxyterminal
verlängerte Aß-Peptide (Aß1-42/43) bilden dabei den Hauptanteil der extrazellulären
Amyloidplaques bei Alzheimer-Demenz (AD). Kürzlich konnten wir zeigen,
daß mittels der Harnstoffversion der Bicine/Tris/Sulfate SDS-PAGE
[Wiltfang et al., Electrophoresis, 1991, 12:352-366]
Aß1-4o and Aß1-42
aufgrund einer Aß-Peptidspezifischen Konformationsänderung
in Anwesenheit von Harnstoff und Detergenz getrennt werden können
[H.-W. Klafki et al., Anal Biochem 1996, 237:24-29].
Eine modifizierte Version erlaubte auch die Trennung von Aß1-42
und Aß1-43 [J. Wiltfang et al.,
Electrophoresis, 1997, 18:527-532]. Hier wird ein
methodisch weiter optimierter Aß-SDS-PAGE/Immunoblot vorgestellt
(Nachweisempfindlichkeit: 500fg Aß1-40,
2pg Aß1-42), der Trennung und
Nachweis von sAPPa, Aß,1-40 und
Aßl-42 in 8-25 ml humanem lumbalen Liquor ermöglicht.
Die Differenzierung der Patienten mit AD (n=35) vom übrigen Patientenkollektiv
(n=30 andere Demenzen, nichtdementielle Erkrankungen) gelang mit einer
Spezifität von 84% und einer Sensitivität von 86%. Vergleichend
stellen wir die Ergebnisse einer internationalen Multizenterstudie mit
Bestimmung von Aß1-42 und Tau-Protein im Liquor in Abhängigkeit
von der ApoE-Genotypisierung vor und diskutieren die differendiagnostische
Bedeutung weiterer diagnostischer Surrogatmarker, wie 14-3-3 Proteine
und S100b.
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