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D2-Dopaminrezeptor-Expression in Lymphozyten von
Patienten mit Multipler Sklerose
Mix E1, Uhlmann V1,2, O'Leary JJ2,
Apatoff BR3, Rolfs A1
1Klinik für Neurologie, Universität Rostock; Depts.
of 2Pathology and 3Medicine, Cornell University
Medical College, New York, USA
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Neurotransmitter können die Immunantwort bei Autoimmunerkrankungen
modulieren. Wenig ist in diesem Zusammenhang über die Wirkung des
dopaminergen Systems bekannt. Insbesondere zur Expression der verschiedenen
Dopaminrezeptor-Subtypen auf Lymphozyten existieren widersprüchliche
Befunde. Wir fanden, daß die Expression des D2-Dopaminrezeptors
(DRD2) in mononukleären Zellen (MNZ) des Liquors (L) und des Blutes
(B) gegenüber Normalprobanden erhöht ist. Die quantitative TaqMan
reverse Transkriptions-Polymerasekettenreaktion (TaqMan-RT-PCR) ergab:
DRD2-mRNA war in B-MNZ bei 18 von 33 unbehandelten MS-Patienten im ersten
Schub nachweisbar (Wertebereich: 0-270 Kopien/50ng Gesamt-RNA, Median:
15 Kopien/50ng Gesamt-RNA). L-MNZ waren in 5 von 9 untersuchten Fällen
positiv (Wertebereich: 0-2400 Kopien/50ng Gesamt-RNA, Median: 20 Kopien/50ng
Gesamt-RNA). Bei 10 gesunden Normalprobanden wurde in keinem Fall eine
lymphozytäre DRD2-Genexpression gefunden. Vorläufige Ergebnisse
mit der insitu RT-PCR-Technik bestätigen die TaqMqn-RT-PCR-Resultate.
In einer unabhängigen Studie wurde die Oberflächenexpression
von DRD2 auf B-MNZ nach in vitro Stimulation mit Tetradecanoyl-Phorbol-Azetat
(TPA) und Ionomycin mittels indirekter Immunfluoreszenz und FACS-Analyse
untersucht. DRD2-positive Zellen wurden in 12 von 16 unselektierten MS-Patienten
gefunden (Wertebereich: 0-16 % DRD2-positive Zellen von allen B-MNZ, Median:
5 %), jedoch nur in 2 von 10 Normalprobanden (Wertebereich: 0-6 % DRD2-positive
Zellen von allen B-MNZ, Median: 0 %). Funktionelle Untersuchungen müssen
klären, ob die Hochregulierung von DRD2 in Lymphozyten von MS-Patienten
Teil des Neuro-Immun-Netzwerkes sind oder ein Epiphänomen der Lymphozytenaktivierung
darstellen.
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