Abstracts des 5. Liquor-Symposiums der DGLN 1999, Magdeburg   



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D2-Dopaminrezeptor-Expression in Lymphozyten von Patienten mit Multipler Sklerose

Mix E1, Uhlmann V1,2, O'Leary JJ2, Apatoff BR3, Rolfs A1

1Klinik für Neurologie, Universität Rostock; Depts. of 2Pathology and 3Medicine, Cornell University Medical College, New York, USA
 

Neurotransmitter können die Immunantwort bei Autoimmunerkrankungen modulieren. Wenig ist in diesem Zusammenhang über die Wirkung des dopaminergen Systems bekannt. Insbesondere zur Expression der verschiedenen Dopaminrezeptor-Subtypen auf Lymphozyten existieren widersprüchliche Befunde. Wir fanden, daß die Expression des D2-Dopaminrezeptors (DRD2) in mononukleären Zellen (MNZ) des Liquors (L) und des Blutes (B) gegenüber Normalprobanden erhöht ist. Die quantitative TaqMan reverse Transkriptions-Polymerasekettenreaktion (TaqMan-RT-PCR) ergab: DRD2-mRNA war in B-MNZ bei 18 von 33 unbehandelten MS-Patienten im ersten Schub nachweisbar (Wertebereich: 0-270 Kopien/50ng Gesamt-RNA, Median: 15 Kopien/50ng Gesamt-RNA). L-MNZ waren in 5 von 9 untersuchten Fällen positiv (Wertebereich: 0-2400 Kopien/50ng Gesamt-RNA, Median: 20 Kopien/50ng Gesamt-RNA). Bei 10 gesunden Normalprobanden wurde in keinem Fall eine lymphozytäre DRD2-Genexpression gefunden. Vorläufige Ergebnisse mit der insitu RT-PCR-Technik bestätigen die TaqMqn-RT-PCR-Resultate. In einer unabhängigen Studie wurde die Oberflächenexpression von DRD2 auf B-MNZ nach in vitro Stimulation mit Tetradecanoyl-Phorbol-Azetat (TPA) und Ionomycin mittels indirekter Immunfluoreszenz und FACS-Analyse untersucht. DRD2-positive Zellen wurden in 12 von 16 unselektierten MS-Patienten gefunden (Wertebereich: 0-16 % DRD2-positive Zellen von allen B-MNZ, Median: 5 %), jedoch nur in 2 von 10 Normalprobanden (Wertebereich: 0-6 % DRD2-positive Zellen von allen B-MNZ, Median: 0 %). Funktionelle Untersuchungen müssen klären, ob die Hochregulierung von DRD2 in Lymphozyten von MS-Patienten Teil des Neuro-Immun-Netzwerkes sind oder ein Epiphänomen der Lymphozytenaktivierung darstellen.


Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.
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