Abstracts des 5. Liquor-Symposiums der DGLN 1999, Magdeburg   



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Die Quantifizierung von mRNA mittels RT-PCR zur Analyse der Genexpression

Kühne S, Oschmann P

Klinische Forschungsgruppe Multiple Sklerose, Neurologie, Universitätsklinik Gießen
 

Zytokine und Adhäsionsmoleküle sind in viele zelluläre Vorgänge involviert. Dazu zählen u.a, die Proliferation, die Regulation der Zelldifferenzierung und die Zell zu Zell-Kommunikation. Variationen in der Expression dieser Moleküle bezüglich der Menge oder des Musters können zu vielen immunologisch vermittelten Erkrankungen beitragen. Daher ist die Detektion und Quantifizierung der Expressionslevel von fundamentaler Wichtigkeit für das Verständnis der diversen pathologischen Vorgänge.

Die Amplifikation von individuellen RNA-Molekülen kann durch die Kombination der Reversen Transkription (RT) und der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erzielt werden. Die RT-PCR ist wesentlich sensitiver als die traditionellen RNA-Blot Techniken, wodurch sie ein hervorragendes Werkzeug darstellt, nur in geringen Mengen vorkommende mRNAs oder mRNAs in geringen Mengen von Zellen oder Geweben zu detektieren.

Zur Quantifizierung von Transkripten wurden seit 1988 verschiedene Methoden entwickelt, die von der radioaktiven oder densitometrischen Auswertung Ethidiumbromid-gefärbter Gele, über die PCR-ELISATechnik bis hin zu den neuesten Fluoreszenzbasierten Verfahren der on-line und real-time Detektion und Quantifizierung reichen. Mit diesen Geräten werden schnelle und reproduzierbare Messungen auch für die Anwendung in der Routine ermöglicht.


Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.
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