Abstracts des 5. Liquor-Symposiums der DGLN 1999, Magdeburg   



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Einfluß einer hochdosierten Methylprednisolontherapie auf zellgebundene und lösliche Adhäsionsmoleküle bei MS-Patienten

J. Kraus*, P. Oschmann*, B. Engelhardt·, S. Kühne*, J. Tofighi*, N. Chatzimanolis*, C. Laske*, H. Diehl*, A. Kern*, W. Dorndorf*

Justus-Liebig-Universität Gießen, Neurologische Klinik, Klinische Forschungsgruppe für Multiple Sklerose*; Max Planck-Institut Bad Nauheim, Abteilung für Molekulare Zellbiologie
 

Einleitung: Die Hochregulation von ICAM-1 ist ein zeitlich früh gelegener, wichtiger Aktivitätsparameter für die Immunantwort. ICAM-3 wird hingegen in hoher Konzentration auf ruhenden Leukozyten vorgefunden. In der vorgestellten Studie wurde der Einfluß einer hochdosierten Methylprednisolontherapie auf die Expression von zellgebundenen und löslichen (c- und s-) ICAM-1 und –3 im Blut bei der Multiplen Sklerose (MS) untersucht.

Methode: 24 Patienten mit schubförmig-remittierender MS wurden in die Studie eingeschlossen. Jeder Patient wurde mit einer hochdosierten Methylprednisolontherapie behandelt. Direkt vor der ersten Kortikoidgabe, am zehnten Tage der Therapie sowie nach 90 Tagen wurden Blutproben untersucht. Die quantitative Expression von c-ICAM-1 und -3 auf Blutleukozyten wurde mittels Zwei- Farben-FACS-Analyse, die Konzentration an löslichem ICAM-1 mittels ELISA bestimmt.

Ergebnisse: Unter hochdosierte Methylprednisolontherapie zeigte sich ein signifikanter Abfall sowohl der Expression von c-ICAM-1 auf Monozyten (p< 0,05) als auch der Konzentration an s-ICAM-1 im Serum (p< 0,0005). Demgegenüber fand sich ein Anstieg der Expression von c-ICAM-3 auf T-Zellen (p< 0,0005) und auf Monozyten (p< 0,001) am zehnten Behandlungstag.

Schlußfolgerung: Besonders bemerkenswert ist bei unseren Ergebnissen, daß die ICAM-1-Expression unter Behandlung reduziert war, wohingegen die Expressionswerte für c-ICAM-3 deutlich anstiegen. Interessant ist die Frage, ob man unter immunmodulierenden Therapieregimes ähnliche spezifische immunologische Profile erheben kann.


Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.
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