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Einleitung: Die Hochregulation von ICAM-1 ist ein
zeitlich früh gelegener, wichtiger Aktivitätsparameter für
die Immunantwort. ICAM-3 wird hingegen in hoher Konzentration auf ruhenden
Leukozyten vorgefunden. In der vorgestellten Studie wurde der Einfluß
einer hochdosierten Methylprednisolontherapie auf die Expression von zellgebundenen
und löslichen (c- und s-) ICAM-1 und 3 im Blut bei der Multiplen
Sklerose (MS) untersucht.
Methode: 24 Patienten mit schubförmig-remittierender
MS wurden in die Studie eingeschlossen. Jeder Patient wurde mit einer
hochdosierten Methylprednisolontherapie behandelt. Direkt vor der ersten
Kortikoidgabe, am zehnten Tage der Therapie sowie nach 90 Tagen wurden
Blutproben untersucht. Die quantitative Expression von c-ICAM-1 und -3
auf Blutleukozyten wurde mittels Zwei- Farben-FACS-Analyse, die Konzentration
an löslichem ICAM-1 mittels ELISA bestimmt.
Ergebnisse: Unter hochdosierte Methylprednisolontherapie
zeigte sich ein signifikanter Abfall sowohl der Expression von c-ICAM-1
auf Monozyten (p< 0,05) als auch der Konzentration an s-ICAM-1 im Serum
(p< 0,0005). Demgegenüber fand sich ein Anstieg der Expression
von c-ICAM-3 auf T-Zellen (p< 0,0005) und auf Monozyten (p< 0,001)
am zehnten Behandlungstag.
Schlußfolgerung: Besonders bemerkenswert ist
bei unseren Ergebnissen, daß die ICAM-1-Expression unter Behandlung
reduziert war, wohingegen die Expressionswerte für c-ICAM-3 deutlich
anstiegen. Interessant ist die Frage, ob man unter immunmodulierenden
Therapieregimes ähnliche spezifische immunologische Profile erheben
kann.
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