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Material und Methoden: Es wurden 1037 Liquorproben
mittels HSV-PCR und 680 Liquorproben mittels VZV-PCR von Patienten mit
Verdacht auf virale Entzündung des ZNS untersucht. Soweit möglich
wurden PCR-Verlaufsuntersuchungen durchgeführt. In jedem Fall wurde
mittels ELISA zu allen Entnahmezeitpunkten in korrespondierenden Liquor-Serumpaaren
nach einer spezifischen intrathekalen IgG-Synthese gegen HSV und VZV gesucht
und eine klinische Validierung vorgenommen. In einer Subgruppe von Patienten
mit gesicherter Herpes-simplex-Enzephalitis wurde durch Parallelextraktion
von 5µl, 15µl, 250µl und 500µl das erforderliche Liquormindestvolumen
ermittelt.
Ergebnisse: 111 (10.7 %) der HSV-PCR-Proben und 38
(5.6 %) der VZV-PCR-Proben waren positiv. Die Sensitivitiät der HSV-PCR
betrug bei der Erstpunktion 97.3 % (3 PCR-negative, 2 mit intrathekaler
IgG-Synthese und 1 mit Acyclovir anbehandelt.). Im Verlauf waren von den
initial PCR-positiven HSV-Patienten 18 % in der 2. Woche noch positiv,
in der 3. Woche alle negativ. Die optimale für die Extraktion verwendete
Liquormenge betrug 250µl. Bei 2 Patienten mit Tb-Meningitis war die
HSV-PCR positiv. Die Sensitivität der VZV-PCR betrug bei Erstpunktion
93 %. In der 2. Woche waren noch 27 % positiv, in der 3. Woche nur 2 Pat.
mit Immunsuppression.
Schlußfolgerung: HSV- und VZV-PCR im Liquor
sind hochspezifisch und hochsensitiv, eine parallele Bestimmung der intrathekalen
spezifischen Antikörpersynthese ist jedoch erforderlich. Bei Tb-Meningitis
kann evtl. HSV-DNA im Liquor nachweisbar sein. Verlaufsuntersuchungen
sind hilfreich zur Therapiekontrolle bei immunsupprimierten Patienten.
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