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Typisch ist die „zytoalbuminäre
Dissoziation“ mit Gesamtproteinerhöhung (bis 2000 mg/l) bzw.
erhöhtem Albumin-Quotienten und normaler bis allenfalls gering erhöhter
Zellzahl (maximal bis 50 Zellen/µl). Das Zellbild ist lymphozytär.
Bei deutlich erhöhter Zellzahl (>50/µl) und vorwiegend
Granulozyten im Differentialzytogramm muss die Diagnose in Frage gestellt
werden.
Die Gesamtproteinerhöhung tritt in der Regel erst ab der zweiten
Krankheitswoche auf, kann bei Hypalbuminämie jedoch falsch negativ
ausfallen. Sinnvoll ist daher die Bestimmung des Albumin-Quotienten,
der in der 2. – 4. Krankheitswoche sein Maximum erreicht und in
Abhängigkeit von dem Ausmaß der Nervenwurzelbeteiligung über
Wochen bis Monate wieder abklingt. Eine intrathekale Immunglobulinsynthese
und isolierte oligoklonale Banden im Liquor sind beim GBS untypisch.
Identische oligoklonale Banden können bei bis zu 40% der Fälle
als Ausdruck einer systemischen Immunreaktion vorkommen. Auch als Zeichen
einer systemischen Immunaktivierung können Zytokine wie TGF-ß1
und TNF-alpha im Blut und Liquor erhöht sein. In den letzten Jahren
wurde versucht, spezifische Parameter zu identifizieren, die eine Subgruppierung
von Patienten hinsichtlich Verlaufsform, Prognose und eventuell dem Ansprechen
auf spezifische Therapien ermöglichen. In erster Linie wurden dazu
neben klinischen Charakteristika assoziierte Erreger und Gangliosidantikörper
im Serum herangezogen.
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Literatur:
Brettschneider J, Claus A, Kassubek J, Tumani H. Isolated blood-cerebrospinal
fluid barrier dysfunction: prevalence and associated diseases. J Neurol
2005;252:1067-1073.
Hadden, RAM et al.: Preceding infections, immune factors, and outcome
in Guillain-Barré syndrome.
Neurology 2001; 56: 758-765.
Zettl UK, Lehmitz R, Mix E (Hrsg.): Klinische Liquordiagnostik. Walter de
Gruyter Verlag 2005.
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