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Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (englisch:
CJD) ist eine seltene, übertragbare, neurodegenerative Erkrankung.
Man unterscheidet neben der sporadischen, familiären und iatrogenen
Form die sogenannte neue Variante (vCJD), die erstmals 1996 in Großbritannien
auftrat (Will et al. 1996). Die Inzidenz der CJD beträgt etwa 1 Fall
auf 1 Millionen Einwohner pro Jahr. Die durchschnittliche Überlebenszeit
der Patienten liegt von der Entwicklung der ersten Symptome bis zum Tod
bei etwa 6 Monaten, kann aber bei genetischen Fällen deutlich länger
sein. Zur Vereinfachung hat Masters 1979 den zur Zeit verwendeten, leicht
modifizierten Kriterienkatalog für sporadische CJD aufgestellt. Hier
wird wie bei den anderen Demenzen zwischen neuropathologisch „gesicherter“,
klinisch „wahrscheinlicher“ und klinisch „möglicher“ CJD
entschieden (WHO 1998).
| sicher: |
* neuropathologisch bestätigt und/oder
* immunzytochemisch bestätigt und/oder
* Prion-Protein positiv (Westernblots) und/oder
* Scrapie assozierte Fibrillen / prion rods positiv
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| wahrscheinlich: |
* progressive Demenz und
* typische EEG-Veränderungen (periodische Sharp-wave-Komplexe)
oder 14-3-3-SDS-PAGE/ Immunoblot positiv und
* mindestens 2 der folgenden 4 klinischen Erscheinungen:
1. Myoklonus
2. Sehstörungen oder cerebelläre Symptome
3. pyramidale/extrapyramidale Störungen
4. akinetischer Mutismus |
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| möglich: |
* progessive Demenz von weniger als 2 Jahren und
* 2 von den oben genannten 4 klinischen Erscheinungen, jedoch
* fehlendes oder untypisches EEG |
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| andere: |
* oben genannte Kriterien sind nicht vollständig erfüllt |
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Tabelle 1: Diagnosekriterien für
die Creutzfeldt-Jakob Erkrankung
Zur Diagnose beitragen kann weiterhin deutlich erhöhtes Tau-Protein.
Hier liegen die Werte im Liquor zumeist über 1300 pg/ml. Ein positiver
14-3-3-Protein-Immunoplot aus Liquor und ein deutlich erhöhtes S-100B-Protein,
das sowohl im Serum als auch im Liquor gemessen werden kann, unterstützt
die Diagnose (Otto et al. 2002). Der 14-3-3 Immunoblot wird üblicherweise
ab Tau-Proteinwerten über 1000-1300 pg/ml positiv. Bislang ist
allerdings nur der 14-3-3-Immunoblot in die diagnostischen Kriterien
mit eingegangen. Als Screening-Verfahren sind diese Messungen nicht geeignet.
Sind die klinischen Kriterien nicht vollständig erfüllt, sinkt
die diagnostische Sensitivität und Spezifität deutlich. In
einigen Subtypen der CJD kann es sein, dass der 14-3-3 Befund negativ
ist, allerdings der S-100B-Wert erhöht oder der Tau-Protein-Wert
gerade über dem Grenzwert liegt (Otto et al. 2002, 2003). Ein erniedrigtes
Abeta-1-42 schließt die Diagnose einer CJD nicht aus.
Patienten mit vCJD weisen deutliche Unterschiede zu der bisher bekannten
sporadischen Form der CJD auf. Zumeist sind die Patienten jünger,
obwohl in letzter Zeit auch Patienten über 60 beschrieben wurden.
Die Krankheitsdauer ist mit etwa 14 Monaten doppelt so lang wie bei der
klassischen, sporadischen Verlaufsform. In Deutschland ist bislang kein
Fall bekannt. Bei diesen Patienten finden sich ebenso erhöhte Tau-Protein
und S-100B-Werte im Liquor. Die Tau-Proteinwerte liegen zumeist über
600 pg/ml. Der 14-3-3-Immunoblot ist nur selten positiv.
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Literatur:
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