Universität Hamburg | Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf | Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie |
Leitung: Dr. Wolfgang Bürger
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Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie |
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Die Arbeitsgruppe Rehabilitationsforschung unter Leitung von Dr. Wolfgang Bürger
beschäftigt sich seit mehreren Jahren schwerpunktmäßig vor allem mit Versorgungssystemfragen
in der medizinischen Rehabilitation. Der Arbeitsgruppe gehören Dipl.-Psych. Wiebke
Kluth, Dr. Stefan Dietsche, Dipl.-Psych. Winfried Lotz-Rambaldi und Dr.
Matthias Morfeld sowie eine Reihe studentischer Mitarbeiterinnen an.
In die Arbeitsgruppe ist die Rehabilitationswissenschaftliche Forschungsstelle (RFS), Herausgeber
dieses Service-Briefes, integriert. Es besteht zudem eine enge Zusammenarbeit mit der Methodenberatung
des Norddeutschen Verbundes Rehabilitationsforschung (NVRF).
Mit einem starken Anstieg chronischer Erkrankungen im Zuge demographischer Veränderungen
der Bevölkerung ist zukünftig von einem erheblich wachsenden Bedarf an rehabilitativen
Maßnahmen auszugehen. In einer Zeit begrenzter Ressourcen besteht hier - wie im Gesundheitssystem
insgesamt - eine zunehmende Notwendigkeit zur effizienten Verwendung der Mittel. Wissenschaftliche
Unterstützung und Serviceleistungen gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung, da sie
die Informationsgrundlagen für sachlich begründete Entscheidungen liefern.
Die Arbeitsgruppe bearbeitet überwiegend anwendungsnahe wissenschaftliche Fragestellungen
mit der Zielsetzung, Informationen für eine Optimierung der medizinisch-rehabilitativen
Versorgung zur Verfügung zu stellen. So wurden in bisherigen Projekten Fragen des Bedarfes
für bestimmte rehabilitative Leistungsangebote, die Qualität von rehabilitativen Angebote,
Kostenanalysen, Fragen der Indikation und Zuweisung zu Versorgungsangeboten, aber auch stärker
systembezogene Fragestellungen wie die Vernetzung von Leistungsangeboten bearbeitet. Darüber
hinaus wurden Konzeptionen für innovative Leistungsangebote im Bereich der medizinischen Rehabilitation
erstellt und evaluiert.
Die Arbeitsgruppe wird beratend tätig, erstellt Expertisen, führt aber auch auf hohem wissenschaftlichen
Niveau empirisch-sozialwissenschaftliche Erhebungen sowie Evaluationsvorhaben durch. Die Größe der Projekte
reicht dabei von begrenzten Erhebungen zu einzelnen konkreten Fragestellungen bis hin zu umfassenden und aufwendigen,
mehrjährig angelegten Multicenter-Studien.
Eine besondere Kompetenz hat die Arbeitsgruppe im Verlauf der wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der
ambulanten Rehabilitation erworben, hier kann sie sicher als eine der führenden Forschungsgruppen in der
Bundesrepublik bezeichnet werden. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt besteht im Bereich der sozialmedizinisch-beruflichen
Orientierung in der medizinischen Rehabilitation.
Forschungsprojekte von besonderer Bedeutung sind die Erstellung einer Expertise zur ambulanten Rehabilitation,
die 1995-1996 im Auftrag des Bundesverbandes der Privatkrankenanstalten erfolgte (Koch & Bürger 1997) sowie
eine soeben abgeschlossene bundesweit angelegte Multicenter-Studie, in der die Versorgungsqualität verschiedener
ambulant-rehabilitativer Angebote mit der der stationären Rehabilitation im Indikationsbereich Orthopädie verglichen
wurde (Bürger, Dietsche, Morfeld & Koch 2001). Diese Studie war von den Spitzenverbänden der gesetzlichen
Renten- und Krankenversicherung im Rahmen der Empfehlungsvereinbarung zur ambulanten Rehabilitation in Auftrag
gegeben worden und wurde von 1998 bis 2001 durchgeführt.
Auch für die LVA Hamburg war die Arbeitsgruppe mehrfach tätig, u.a. wurden Expertisen zur Rehabilitationsforschung
in Hamburg, empirische Erhebungen zum Bedarf und zur differentiellen Indikation für ambulante Rehabilitation
sowie eine Versichertenbefragung zu den Ursachen des Antragsrückganges bei medizinischen
Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt.
Gegenwärtig werden u.a. mehrere wissenschaftliche
Evaluationsstudien zu verschiedenen Themenbereichen vorbereitet, wie z.B. die
wissenschaftliche Begleitung