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AG Schnabel

Assoziierte Klinik: Universitäres Herzzentrum Hamburg - Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie

Nicht-invasive Gefäßfunktion und kardiovaskuläre Erkrankungen

Atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (i.e. Herzinfarkt und Schlaganfall) sind die häufigste Ursache für Tod und Morbidität weltweit. Wir fangen erst an, die Pathophysiologie und Suszeptibilität für Atherosklerose in der Allgemeinbevölkerung zu verstehen. Frühe Stadien der Atherosklerose sind gekennzeichnet durch eine noch reversible vaskuläre Dysfunktion.

Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es, die Prädisposition für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen und frühe, reversible Stadien der Erkrankung zu erfassen, um eine Prävention und frühe Intervention zu ermöglichen. Wir nutzen hierzu Biomarker und genetische Analysen nicht-invasiv erfasster Gefäßfunktion in prospektivent Kohortenstudien bei initial Gesunden (Gutenberg Gesundheitsstudie) und Patienten mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung. Morphologische und dynamische Veränderungen in Leitungsgefäßen sowie mikrovaskuläre Veränderungen werden mit Micro Array Daten genomweiter genetischer Polymorphismen und Genexpression und Umwelt- und Lebensstilfaktoren korreliert.

Die Integration von Daten neu entdeckter und klassischer Risikofaktoren und die Assoziation mit inzidenter Erkrankung sollen die aktuellen Risikoalgorithmen verbessern, um eine präemptive, personalisierte kardiovaskuläre Medizin zu erlauben und Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen. Internationale Kollaborationen u.a. mit der Framingham Heart Study und MORGAM Kohorten unterstützen dieses Vorhaben.

Abbildung: Nichtinvasive Bestimmung der Gefäßfunktion

Risikoprädiktion bei Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung mit erheblicher Komorbidität und Mortalität. Die Prävalenz nimmt weltweit zu mit entsprechenden Implikationen in der Klinik und für das Gesundheitssystem. Präventive Maßnahmen sind erforderlich, aber verhältnismäßig wenig ist bekannt in Bezug auf Risikofaktoren außer einer Handvoll etablierter Risikofaktoren, die vor kurzem von uns in einem Risikoscore zusammengefasst wurden. Gemeinsam erklären diese Risikofaktoren jedoch lediglich 60% des populations-attributablen Risikos. Neue Ansätze zur Verbesserung der Risikoprädiktion sind dringend erforderlich.

Vorhofflimmern wird durch das Elektrokardiogramm diagnostiziert. In einer epidemiologischen Studie untersuchen wir elektrokardiographische Veränderungen, die zu Vorhofflimmern führen können. Zudem werden innovative Methoden zur Biomarkerbestimmung, genetische und Genexpressionsanalysen in Querschnittsuntersuchungen sowie prospektiv durchgeführt, um neue Risikofaktoren zu identifizieren. Eine enge Kooperation zwischen Epidemiologen, Elektrophysiologen und Kardiochirurgen ist hierzu essentiell. Unsere Daten werden neue Einblicke in die Epidemiologie und Prävention bringen sowie das pathophysiologische Verständnis der Erkrankung erweitern und möglicherweise therapeutische Optionen aufzeigen.

Beschreibung der Methoden:


 

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Letzte Änderung: Julian Winkelmann, 18.03.2013